Session Proposals

Sandra Kamm Jehli

Brains and hearts

In der Neurodivergenzbewegung gibt es den Begriff “brains and hearts”, welcher Menschen mit einer Neurodivergenz (brains) und Menschen die unterstützen, zugewandt sind (hearts) oder beides (neurodivergente Spezialist:innen) sind (https://youtu.be/7PdBmbiyjhU?is=Edxlub91zaUqRZtg).

Gerne würde ich die Diskussion vom letzten Barcamp aufgreifen und vertiefen; das inklusive Schulsystem auf allen Ebenen!?!

- Was braucht es seitens der Umwelt, dem Umfeld, dass neurodivergente Lehrpersonen, Schulleitungen ihre Stärken und ihr Wissen gesund ins System bringen können?

- Was bedeutet dies fürs System (SL, TT,…), wie kommt man zusammen ins Gespräch, dass nicht das Gefühl der “Einseitigkeit und des Erwachsenen mit Förderbedarf aufkommt?”

- Was braucht es, dass Lehrpersonen nicht maskieren müssen?

-…

Ich freue mich auf eine Diskussion, Ideen zu bekommen, um auf dem Weg hin zur Vielfalt auf allen Ebenen, im vertrauensvollen Zusammen Schule und Leben und gestalten.

Alexander Steger

Ich bin weil wir sind - Kann eine der ältesten Lebensphilosophien uns davor bewahren, im Zeitalter von KI und Isolation die Bedeutung von Verbindung zu verlieren? Eine Diskussionsrunde

Ubuntu — „Ich bin, weil wir sind" — stammt aus dem südlichen Afrika und besagt, dass Identität nicht im Einzelnen entsteht, sondern zwischen Menschen. Nelson Mandela und Desmond Tutu haben den Begriff weltbekannt gemacht. Sprachlich ist er sehr viel älter: Die Wurzel -ntu zieht sich durch Dutzende Bantusprachen quer über den Kontinent.

Ich bereite einen Dokumentarfilm über dieses Prinzip vor und führe dafür gerade Gespräche — mit einem Afrikanisten, einer Kultur- und Sozialanthropologin, einem Psychiater, der über die Folgen von Isolation arbeitet. Was mich dabei am meisten beschäftigt, ist nicht Ubuntu selbst, sondern die Frage, ob so etwas übertragbar ist.

Denn die naheliegende Erzählung — alte Weisheit rettet moderne Gesellschaft — ist bequem und vermutlich falsch. Ubuntu funktioniert in Gemeinschaften, in denen man einander nicht ausweichen kann. Unsere Schulen, Kollegien und Klassen sind anders gebaut. Und Zugehörigkeit lässt sich nicht verordnen.

Genau darüber möchte ich diskutieren. Nicht: Ist Ubuntu schön? Sondern: Was davon ist übertragbar, was ist Folklore, und was wäre im eigenen Kollegium am Montag konkret anders?

Ablauf:

Fünf Minuten Einstieg: was Ubuntu ist und was es nicht ist. Dann Diskussion entlang von drei Thesen, die ich in den Raum stelle — jede so formuliert, dass man ihr widersprechen kann. Fünf Minuten Sammeln, ohne den Anspruch, uns zu einigen.

www.yourmostimportantjourney.com

Titel: Soziokratie in der Schule – erste Erfahrungen und offene Fragen

Dieses Jahr führen wir an der GrundacherSchule – zumindest im Team – die Soziokratie ein. Entscheidungen sollen dort gefällt werden, wo gearbeitet wird und wo die Expertise sitzt: über Kreise statt über eine klassische Hierarchie. Der gerade laufende Wechsel in der Schulleitung ist dafür ein guter Moment.

In der Session erzähle ich von unseren bisherigen Erfahrungen – was funktioniert, wo es harzt. Mich interessiert, ob andere schon ähnliche Strukturen ausprobiert haben oder mit dem Gedanken spielen. Und sicher gibt's kritische Fragen, die wir gemeinsam diskutieren können.

Egal ob ihr Soziokratie schon kennt oder zum ersten Mal davon hört – kommt vorbei.

Christin Büscherfeld

Offener Unterricht und Projektlernen mit Storytelling - SpieLeKompass 2.0

In den letzten zwei Jahren habe ich beim Barcamp mein Unterrichtskonzept für die Primarschule zum offenen, spielerischen und projektorientierten Unterricht mit Learning View vorgestellt - das SpieLeKompass-Konzept.

Einige Lehrpersonen und Schulen sprangen sofort darauf an und buchten Fortbildungen und kauften das anpassbare Unterrichtskonzept. Dies waren jedoch häufig nur die Lehrpersonen, die schon sehr interessiert waren an offenem Unterricht.

Nun entwickle ich gerade passend zum SpieLeKompass eine Art Lehrmittel, die Lehrpersonen und SchülerInnen anhand einer Geschichte anleitet, fächerübergreifend, projektorientiert und spielerisch mit dem SpieLeKompass zu arbeiten.

In der Geschichte geht es um eine kleine Schule in den Schweizer Bergen, in der stufen- und fächerübergreifend anhand lebensechter Projekte gearbeitet wird. Beispielsweise kommt der Architekt des Dorfes in die Schule und bittet die SuS bei einem seiner Bauprojekte um Hilfe, weil er weiss, dass Kinder oft viel kreativer denken. Die SuS sind begeistert, überlegen sich nun, was sie in den verschiedenen Fächern an Wissen haben müssen, um ein Haus zu entwerfen und setzen sich dann mit Unterstützung der Lehrperson daran.

Die echte Lehrperson liest immer vor, was die SuS im Buch lernen und unternehmen und setzt es in ihrem möglichen Rahmen mit ihren SuS selbst um.

Gerne möchte ich euch dieses Projekt genauer vorstellen, indem ich einige Seiten aus der Geschichte vorlese und euch konkret zeige, wie es anschliessend umgesetzt werden kann. Dazu hoffe ich dann auf euer Feedback.

Denn meiner Meinung nach funktioniert Lernen immer noch am besten, wenn die SuS wirklich interessiert, involviert und natürlich motiviert sind - jedoch muss dafür anders als klassisch und frontal unterrichtet werden. Dies wäre ein Vorschlag von mir.

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