Das 4. der Nachhaltigkeitsziele heißt „Hochwertige Bildung“. Im Zuge der Digitalisierungsoffensive der letzten Jahre und angesichts der unterschiedlichen Erfahrungen an Dortmunder Schulen würde ich mich gern mit interessierten Kolleg/innn/en anderer Schulen darüber austauschen, welche Erfahrungen sie mit der Digitalisierung gemacht haben – und ob, und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen, uns die Digitalisierung bei der Vermittlung hochwertiger Bildung hilft oder nicht. Aus Dänemark und Schweden hört man Nachrichten über die Rückkehr zum Schulbuch, PISA 2022 weist darauf hin, dass bis zu einer Stunde Nutzungsdauer digitale Medien einen Zuwachs, darüber ein Abnehmen von Kompetenzen bewirken. Ich habe selbst einige Skepsis, denn fast unbemerkt führt die Digitalisierung zu einem ganz umfassenden Paradigmenwechsel in der Kommunikation, der sich eindrucksvoll beispielsweise durch die Auswirkungen der Handynutzung auf Schulhöfen zeigt: „Echte“ Nähe wird abgelöst durch mediale Beziehungen, direkter Kontakt ersetzt durch mediale (und dadurch öffentlich zugängliche und manipulierbare) Vermittlung. Viele Tools und Apps, ChatGPT und KI etc. verheißen andererseits eine Steigerung der vorhandenen Möglichkeiten. Wie regeln die einzelnen (Focus-)Schulen unserer Kommune z.B. den Umgang mit digitalen Endgeräten, wie setzen sie KI und Logineo etc. ein, um im Unterricht davon i.S. hochwertiger Bildung zu profitieren? Und bringt die Digitalisierung (wobei es da wohl kein Zurück gibt) tatsächlich einen Zuwachs an (hochwertiger) Bildung?
Ich bin Jörg Schulte Steinberg, seit Beginn der Pandemie (Februar 2020) Koordinator für Schulentwicklung am Reinoldus- und Schillergymnasium In Dortmund-Dorstfeld.