Session Proposals

Titel: Soziokratie in der Schule – erste Erfahrungen und offene Fragen

Dieses Jahr führen wir an der GrundacherSchule – zumindest im Team – die Soziokratie ein. Entscheidungen sollen dort gefällt werden, wo gearbeitet wird und wo die Expertise sitzt: über Kreise statt über eine klassische Hierarchie. Der gerade laufende Wechsel in der Schulleitung ist dafür ein guter Moment.

In der Session erzähle ich von unseren bisherigen Erfahrungen – was funktioniert, wo es harzt. Mich interessiert, ob andere schon ähnliche Strukturen ausprobiert haben oder mit dem Gedanken spielen. Und sicher gibt's kritische Fragen, die wir gemeinsam diskutieren können.

Egal ob ihr Soziokratie schon kennt oder zum ersten Mal davon hört – kommt vorbei.

Alexander Steger

Ich bin weil wir sind - Kann eine der ältesten Lebensphilosophien uns davor bewahren, im Zeitalter von KI und Isolation die Bedeutung von Verbindung zu verlieren? Eine Diskussionsrunde

Ubuntu — „Ich bin, weil wir sind" — stammt aus dem südlichen Afrika und besagt, dass Identität nicht im Einzelnen entsteht, sondern zwischen Menschen. Nelson Mandela und Desmond Tutu haben den Begriff weltbekannt gemacht. Sprachlich ist er sehr viel älter: Die Wurzel -ntu zieht sich durch Dutzende Bantusprachen quer über den Kontinent.

Ich bereite einen Dokumentarfilm über dieses Prinzip vor und führe dafür gerade Gespräche — mit einem Afrikanisten, einer Kultur- und Sozialanthropologin, einem Psychiater, der über die Folgen von Isolation arbeitet. Was mich dabei am meisten beschäftigt, ist nicht Ubuntu selbst, sondern die Frage, ob so etwas übertragbar ist.

Denn die naheliegende Erzählung — alte Weisheit rettet moderne Gesellschaft — ist bequem und vermutlich falsch. Ubuntu funktioniert in Gemeinschaften, in denen man einander nicht ausweichen kann. Unsere Schulen, Kollegien und Klassen sind anders gebaut. Und Zugehörigkeit lässt sich nicht verordnen.

Genau darüber möchte ich diskutieren. Nicht: Ist Ubuntu schön? Sondern: Was davon ist übertragbar, was ist Folklore, und was wäre im eigenen Kollegium am Montag konkret anders?

Ablauf:

Fünf Minuten Einstieg: was Ubuntu ist und was es nicht ist. Dann Diskussion entlang von drei Thesen, die ich in den Raum stelle — jede so formuliert, dass man ihr widersprechen kann. Fünf Minuten Sammeln, ohne den Anspruch, uns zu einigen.

www.yourmostimportantjourney.com

Sandra Kamm Jehli

Brains and hearts

In der Neurodivergenzbewegung gibt es den Begriff “brains and hearts”, welcher Menschen mit einer Neurodivergenz (brains) und Menschen die unterstützen, zugewandt sind (hearts) oder beides (neurodivergente Spezialist:innen) sind (https://youtu.be/7PdBmbiyjhU?is=Edxlub91zaUqRZtg).

Gerne würde ich die Diskussion vom letzten Barcamp aufgreifen und vertiefen; das inklusive Schulsystem auf allen Ebenen!?!

- Was braucht es seitens der Umwelt, dem Umfeld, dass neurodivergente Lehrpersonen, Schulleitungen ihre Stärken und ihr Wissen gesund ins System bringen können?

- Was bedeutet dies fürs System (SL, TT,…), wie kommt man zusammen ins Gespräch, dass nicht das Gefühl der “Einseitigkeit und des Erwachsenen mit Förderbedarf aufkommt?”

- Was braucht es, dass Lehrpersonen nicht maskieren müssen?

-…

Ich freue mich auf eine Diskussion, Ideen zu bekommen, um auf dem Weg hin zur Vielfalt auf allen Ebenen, im vertrauensvollen Zusammen Schule und Leben und gestalten.

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