13. govcamp vienna 2022 02.09.2022, 9:00 - 13:00

Unter dem Motto "Digitale Nachhaltigkeit weiter und breiter denken" veranstalten die Stadt Wien, das Bundesrechenzentrum, die Donau-Universität Krems und der Chaos Computer Club am 2. September 2022 von 9-13 Uhr gemeinsam das 13. govcamp vienna. Interessierte aus der Zivilgesellschaft sowie VertreterInnen aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sind aufgerufen, am offenen Barcamp-Diskussionsformat virtuell teilzunehmen.

Nachhaltigkeit hat viele Facetten, jede/r Betrachter:in interpretiert das Thema anders. Denken wir an grüne Technologien und schonenden Einsatz von Ressourcen? Denken wir an die nächsten Generationen und welche Lebensumstände wir ihnen hinterlassen möchten? Denken wir an die Entwicklung zukunftsfähiger Anwendungen und Services oder an Wissen, das wir speichern und erhalten wollen? Denken wir an etwas ganz anderes?

Das govcamp Vienna 2022 widmet sich dem Themenkomplex Nachhaltigkeit in der digitalen Welt. Gemeinsam wollen wir das Thema im Rahmen eines offenen Barcamps in unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten und Überlegungen anstellen, welchen Beitrag die Digitalisierung zu mehr Nachhaltigkeit leisten kann und wie wir Nachhaltigkeit gemeinsam weiter und breiter denken können.

Time Table

09:00

09:15

09:30

10:00

Herausforderungen an Interoperabilität im europäischen eGovernment: das Once Only Prinzip in der Single Digital Gateway Verordnung
Seit mehr als 20 Jahren wird in europäischen Forschungsprojekten und europäische Initiativen an der Stärkung der Interoperabilität im eGovernment in und zwischen den europäischen Mitgliedsstaaten gearbeitet. Eine aktuelle Entwicklung in diesem Bereich, und zwar sowohl für die Bürger:innen wie auch in signifikantem Ausmaß für Unternehmen, ist im Artikel 14 der Single Digital Gateway Verordnung (SDGR), und zwar die Umsetzung eines europaweiten Once Only Prinzips (SDG-OOP), zu finden. Im SDG-OOP fließen einige (nachhaltige) europäische Entwicklungen zusammen: - Aus technischen Vorarbeiten, über viele Jahre hinweg (z.B. den europäischen Large Scale Pilot Projekten), wurden 2014 die „CEF-Building Blocks“ (nunmehr Digital Europe, Digital Service Infrastructures DSIs, https://en.wikipedia.org/wiki/Digital_Europe_Programme) gebildet, die teilweise zentrale Anwendungen im europäischen eGovernment wurden (z.B. eDelivery, eID, uvm.) - Die früheren europäischen eGovernment-Aktionspläne haben in Gesetzgebung und Umsetzung viel ermöglicht, so z.B. im Bereich der europäischen Identitäten in eIDAS, und auch in Richtung SDGR - ISA2 (https://ec.europa.eu/isa2/home_en/) und EIF (https://ec.europa.eu/isa2/eif_en/) hat die Interoperabilität auf organisatorischer und methodischer Ebene unterstützt - Europäische Umsetzungen von Infrastrukturen haben eCertis, EUCARIS, EESSI und BRIS hervorgebracht - …bis hin zu EU-Projekten, wie TOOP und DE4A, in denen wichtige Vorarbeiten zur technischen Umsetzung der Single Digital Gateway Verordnung erarbeitet wurden Die vielen europäischen Initiativen und Projekte haben das Spektrum der Lösungen im eGovernment signifikant verbreitet, aber natürlich haben diese Initiativen auch Expert:innen aus ganz Europa zusammengebracht und einen wichtigen Know-how-Austausch ermöglicht. Wir möchten gerne zur Diskussion stellen: 1. Welche (zukünftigen) Building Blocks (DSIs) können Verwaltungsservices zur Bewältigung von aktuellen Herausforderungen adressieren? 2. Welche Rahmenbedingungen können Interoperabilitätsmaßnahmen und europäische Daten-Infrastrukturen in Zukunft unterstützen? 3. Wie stellt man hier die Anwender:in in den Mittelpunkt? 4. Wo ist beim Once Only Nachhaltigkeit zu sehen?
Carl-Markus Piswanger
Room: Raum 13

10:45

11:00

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Location