Präsenz vs. Zurückhaltung bei Fachpersonen in digitalen Sozialräumen Jugendlicher
Im Rahmen meiner Dissertation zur Verschränkung digitaler und physischer Sozialräume bei Jugendlichen habe ich viele Gespräche und Workshop mit Jugendlichen zu ihrer (digitalen) Raumnutzung geführt. Zudem habe ich mich immer wieder mit Fachpersonen der Offenen Jugendarbeit zu den Erfahrungen und Erkenntnissen ausgetauscht.
Eine Frage beschäftigt (mich) dabei immer wieder:
Digitale/verschränkte Räume nehmen zentrale Funktionen in den Lebenswelten von Jugendlichen ein (Rückzugs-, Ausgleichs-, Verarbeitungs-, Selbstinszenier-, Zugehörigkeits-, Freiräume usw.). Welche Rolle sollten Fachpersonen der Offenen Jugendarbeit (oder anderer Felder der Soziokultur) darin einnehmen. Sowohl von Jugendlichen als auch von Fachpersonen wird immer wieder das Bedürfnis bzw. die Wichtigkeit von Zurückhaltung und Respekt vor jugendlichen Eigenräumen betont. Gleichzeitig sollte sich eine sozialräumliche Jugendarbeit da präsent sein, wo es Jugendliche sind und sie bei ihren Erfahrungen begleiten. Wie können wir uns in diesem Spannungsfeld positionieren?